Klengel Collegium Leipzig Cellisten des Gewandhausorchesters Christian Giger, Leitung Das Violoncello ist das Streichinstrument, dessen Tonumfang der menschlichen Stimme am nächsten kommt. Da es sich für die Kantilene in der Sopranlage wie auch als Bassfundament gleichermaßen eignet, sind mehrere Violoncelli mit ihrer farbenreichen, sonoren und warmen Klangwelt als Ensemble besonders wirkungsvoll. Das Klengel Collegium Leipzig, 1982 gegründet, pflegt diese maßgeblich durch seinen Namenspatron Julius Klengel begründete Tradition des Celloensembles und stellt eine interessante Bereicherung auf dem Gebiet der Kammermusik dar. Julius Klengel nimmt im Leipziger Musikleben des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. Er wirkte 43 Jahre als 1.Solocellist im Gewandhausorchester und 49 Jahre als Mitglied des Gewandhaus Quartetts und war außerdem ein gefragter Solist. Klengel hat auch eine Vielzahl von Werken hinterlassen, die er meist für den eigenen Gebrauch oder für seine Kollegen und Schüler komponierte. Die für die Nachwelt größte Bedeutung erlangte er durch seine Lehrtätigkeit am Leipziger Konservatorium. Von 1881 bis zu seinem Tode im Jahre 1933 hat er über 1000 Schüler (darunter Emanuel Feuermann, Paul Grümmer, Gregor Piatigorsky und William Pleeth) unterrichtet und galt als der meistgesuchte Lehrer seiner Zeit. Das Repertoire des Klengel Collegiums bietet eine breite Palette von Kompositionen und Transkriptionen aus den verschiedensten Epochen, vom Barock bis ins 20. Jahrhundert, und umfasst ebenso Ragtimes von Scott Joplin wie Tangos von Piazzolla oder Jazzstücke von Duke Ellington.
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| Aktualisiert 08.10.2010 |